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Rechte und Pflichten in der Ausbildung

Jeder Ausbildungspartner hat Rechte und Pflichten während der Ausbildung – du auch!

Mit Abschluss eines Berufsausbildungsvertrags haben beide Seiten Rechte und Pflichten – du als Auszubildender und auch dein Ausbildungsbetrieb bzw. Ausbilder .

Dein Ausbilder muss dafür Sorge tragen, dass du als Auszubildender das vorgesehene Ausbildungsziel erreichen kannst.
Du musst dich bemühen, die notwendigen Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten des angestrebten Berufs zu erwerben.
Die Rechte und Pflichten findest Du im Berufsbildungsgesetz (BBiG), Jugendarbeitsschutzgesetz (JArbSchG) und Bundesurlaubsgesetz.

Der folgende Auszug gibt Dir einen Überblick über die Pflichten als Auszubildender. Du verpflichtest dich

  • die dir im Rahmen deiner Berufsausbildung aufgetragenen Aufgaben sorgfältig auszuführen,
  • regelmäßig und pünktlich an der Arbeitsstelle bzw. Berufsschule zu erscheinen,
  • an Ausbildungsmaßnahmen teilzunehmen, für die du nach § 15 BBiG freigestellt wirst,
  • den Weisungen zu folgen, die dir im Rahmen der Berufsausbildung erteilt werden,
  • die für die Ausbildungsstätte geltende Ordnung zu beachten, Werkzeug, Maschinen und sonstige Einrichtungen pfleglich zu behandeln und sie nur zu den dir übertragenen Arbeiten zu verwenden,
  • über Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse Stillschweigen zu wahren.

Wenn du deine Pflichten während der Ausbildung erfüllst, hast du unter anderem Anspruch auf

  • eine angemessene Vergütung
  • bezahlten Urlaub
  • und bei Beendigung des Ausbildungsverhältnisses auf ein Zeugnis

Weitere Rechte für dich ergeben sich aus den Pflichten des Ausbilders. Dein Ausbilder hat dafür zu sorgen,

  • Dir in der vorgesehenen Ausbildungszeit die berufliche Handlungsfähigkeit zu vermitteln, die zum Erreichen des Ausbildungsziels nach der Ausbildungsordnung erforderlich ist,
  • selbst auszubilden oder einen persönlich und fachlich geeigneten Ausbilder ausdrücklich damit zu beauftragen und diesen dir jeweils bekannt zu geben,
  • dir kostenlos die Ausbildungsmittel, insbesondere Werkzeuge und Werkstoffe zur Verfügung zu stellen, die zur Berufsausbildung und zum Ablegen von Zwischen- und Gesellenprüfungen/ Abschlussprüfungen erforderlich sind,
  • dich zum Besuch der Berufsschule sowie zum Führen von schriftlichen Ausbildungsnachweisen anzuhalten und diese durchzusehen,
  • dass du charakterlich gefördert sowie sittlich und körperlich nicht gefährdet wirst,
  • dir nur Aufgaben zu übertragen, die dem Ausbildungszweck dienen und deinen körperlichen Kräften angemessen sind.

 

Der Berufsausbildungsvertrag

Der Ausbildungsvertrag muss in schriftlicher Form vor Beginn der Ausbildung abgeschlossen werden. Mit Abschluss des Vertrags erkennen Ausbildender und Auszubildender ihre jeweiligen Rechte und Pflichten an. Der Ablauf der Ausbildung ist in der zum Berufsbild gehörenden Ausbildungsordnung festgelegt.

Ein Ausbildungsvertrag kann während der Probezeit ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist gekündigt werden, nach der Probezeit nur aus wichtigem Grunde oder wenn der Auszubildende die Ausbildung aufgegeben hat bzw. sich für eine andere Berufstätigkeit ausbilden lassen will.

Der Ausbildungsvertrag endet mit dem erfolgreichem Bestehen der Abschlussprüfung. Nimmt man am folgenden Tag die Arbeit im Betrieb auf, ohne dass dem widersprochen wird, wird dadurch ein unbefristetes Arbeitsverhältnis begründet, für das die gesetzlichen Kündigungsfristen gelten.

 

Das Jugendarbeitsschutzgesetz

Das Jugendarbeitsschutzgesetz (kurz: JArbSchG) schützt Jugendliche unter 18 Jahren. Es unterscheidet in § 2 zwischen Jugendlichen und Kindern. Kind ist, wer noch nicht 15 Jahre alt ist. Wer 15, aber noch keine 18 Jahre alt ist, gilt vor dem Gesetz als Jugendlicher.

Die Hauptregelungen des JArbSchG sind das Verbot von Kinderarbeit, ein verstärkter Arbeitsschutz für Jugendliche, partielle Beschäftigungsverbote, ein erhöhter Urlaubsanspruch und eine besondere gesundheitliche Betreuung.

Das JArbSchG soll dich als jungen Mitarbeiter bzw. Auszubildenden unter 18 Jahren vor Überforderungen am Arbeitsplatz schützen. In dem Gesetz sind z. B. folgende Punkte geregelt:

  • die wöchentlichen und täglichen Arbeitszeiten
  • gefährliche Arbeiten
  • Freizeit, Ruhe- und Nachtpausen der Jugendlichen
  • Jahresurlaub
  • Freistellung für Berufsschule und Prüfungen
    usw.

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