Auto im Abo: Wie funktioniert die Flatrate fürs Fahren?

Serien, Musik und Smartphones gibt es im Abo – inzwischen auch Autos. Doch wie funktioniert ein Auto-Abo, was kostet es und für wen lohnt es sich? Ein eigenes Auto bedeutet Freiheit, ist aber teuer. Neben dem Kaufpreis fallen Kosten für Versicherung, Steuern, Wartung, Reifen und Reparaturen an. Beim Auto-Abo zahlst du einen festen monatlichen Betrag und bekommst dafür ein Fahrzeug inklusive vieler Nebenkosten. Ganz ohne zusätzliche Ausgaben geht es allerdings nicht.

Was ist ein Auto-Abo? 

Bei einem Auto-Abo nutzt du ein Fahrzeug für einen vereinbarten Zeitraum. Das Auto bleibt Eigentum des Anbieters und wird am Ende zurückgegeben. 

In der monatlichen Rate sind meistens enthalten: 

  • Versicherung und Kfz-Steuer
  • Zulassung
  • Wartung und Inspektionen
  • Verschleißreparaturen
  • Reifenservice
  • eine festgelegte Kilometerzahl

Extra zahlen musst du in der Regel nur Kraftstoff oder Ladestrom. Zusätzlich können Startgebühren, Lieferkosten oder eine Kaution anfallen. 

Auto-Abos laufen häufig nur wenige Monate und sind damit flexibler als viele Leasingverträge. Trotzdem kannst du nicht automatisch jederzeit kündigen. 

Achte deshalb auf Mindestlaufzeit, Kündigungsfrist und mögliche automatische Verlängerungen. 

Vorteile

Die Kosten sind gut planbar
Da viele Nebenkosten bereits in der Rate enthalten sind, weißt du ungefähr, was das Auto monatlich kostet. Tanken, Laden, Parken und mögliche Schäden kommen jedoch noch dazu.
Du musst dich um weniger kümmern
Zulassung, Versicherung, Wartung und Reifenservice organisiert normalerweise der Anbieter. Das ist besonders praktisch, wenn du wenig Erfahrung mit Autos hast.
Du bleibst flexibel
Gerade während Schule, Ausbildung, Studium oder Berufseinstieg können sich deine Pläne schnell ändern. Ein Auto-Abo bindet dich meist weniger lange als ein Kauf, eine Finanzierung oder ein Leasingvertrag. Außerdem kannst du testen, ob zum Beispiel ein Elektroauto zu deinem Alltag passt.

Nachteile

Die monatliche Rate ist oft hoch
Ein Auto-Abo ist meistens teurer als die reine Leasingrate. Beim Leasing kommen allerdings Versicherung, Steuern, Wartung und Reifen häufig noch hinzu. Vergleiche daher nie nur die beworbene Monatsrate, sondern alle Kosten zusammen.
Junge Fahrer können ausgeschlossen sein
Viele Anbieter verlangen ein Mindestalter zwischen 18 und 25 Jahren. Teilweise musst du den Führerschein schon mehrere Jahre besitzen. Bei leistungsstarken Fahrzeugen gelten oft strengere Regeln. Außerdem kann die Selbstbeteiligung für junge Fahrer höher ausfallen.
Die Kilometerzahl ist begrenzt
Im Vertrag steht, wie viele Kilometer du fahren darfst. Für zusätzliche Kilometer musst du bezahlen. Berechne vorher, wie weit du regelmäßig zur Schule, Ausbildung, Hochschule oder Arbeit fährst und ob du längere Reisen planst.
Schäden können teuer werden
Trotz Versicherung gibt es meist eine Selbstbeteiligung. Dokumentiere deshalb bei der Übernahme alle Kratzer und Schäden mit Fotos. Bei der Rückgabe wird geprüft, ob neue Schäden entstanden sind oder das Fahrzeug stärker als üblich abgenutzt wurde.
Das Auto gehört dir nicht
Du gibst das Fahrzeug am Ende zurück. Auch nach vielen Monatsraten wirst du nicht zum Eigentümer.

Auto-Abo oder Leasing? 

Beim Auto-Abo sind viele Leistungen enthalten und die Laufzeiten sind häufig kürzer. Dafür ist die monatliche Rate meist höher und du hast weniger Auswahl bei Ausstattung und Farbe. 

Leasing läuft normalerweise länger und kann günstiger sein. Versicherung, Steuer, Wartung und Reifen musst du jedoch häufig selbst bezahlen oder zusätzlich buchen. 

Ein Auto-Abo passt eher zu dir, wenn du flexibel bleiben und wenig organisieren möchtest. Leasing kann sinnvoller sein, wenn du ein Auto mehrere Jahre nutzen willst. 

Für wen lohnt sich ein Auto-Abo? Ein Auto-Abo kann interessant sein, wenn du:

  1. nur vorübergehend ein Auto brauchst, 

  2. verschiedene Fahrzeuge testen möchtest, 

  3. feste und übersichtliche Kosten bevorzugst, 

  4. dich nicht um Versicherung und Wartung kümmern willst, 

  5. die Wartezeit auf ein anderes Fahrzeug überbrücken möchtest. 

Weniger geeignet ist es, wenn du besonders günstig fahren, sehr viele Kilometer zurücklegen oder das Auto langfristig besitzen möchtest.

Prüfe vor dem Abschluss: 

  • Mindestlaufzeit und Kündigungsfrist 
  • Startgebühren, Kaution und Lieferkosten 
  • enthaltene Kilometer und Kosten für Mehrkilometer 
  • Höhe der Selbstbeteiligung 
  • Mindestalter und erforderlichen Führerscheinbesitz 
  • Regeln für weitere Fahrer und Auslandsfahrten 

Lass dich nicht allein von einer niedrigen Monatsrate überzeugen. Wenige Freikilometer oder hohe Zusatzgebühren können das Angebot deutlich verteuern. 

Fazit: Flexibel, aber nicht automatisch günstig 

Ein Auto-Abo ist bequem und flexibel. Viele Kosten sind enthalten und du musst dich um wenig kümmern. 

Diese Bequemlichkeit kostet jedoch Geld. Besonders junge Fahrer sollten auf Altersgrenzen, Kilometerlimits, Zusatzgebühren und die Selbstbeteiligung achten. 

Brauchst du nur für einige Monate ein Auto, kann das Abo gut passen. Möchtest du möglichst günstig und langfristig fahren, solltest du auch Leasing oder einen Gebrauchtwagen vergleichen.